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Schmölln_20.07.2013

"Allein gegen die Uhr" hieß es bei der alljährlichen sportlichen Herausforderung für Jedermann-Radsportler im Rahmen der Internationalen Thüringen-Rundfahrt der Frauen. Auf der 26. Tour durch den Freistaat bei der Etappe "Rund um Schmölln" nahmen die Jederfrauen und Jedermänner auf der Originalstrecke genau jene 18,6 Kilometer unter die Räder, auf der wenig später die Radamazonen insgesamt sechs Runden (115 Kilometer) zu absolvieren hatten. Jenen Kampf gegen die Uhr verfolgten in den Mittagsstunden die Radsportfans in der Knopfstadt ebenso mit Interesse, wie in den Durchfahrtsorten der Rundstrecke. „Der Streckenverlauf hat es in sich“, so Michael Reichardt vor dem Rennen.

Der kurze, steile, von den Akteuren als "giftig" bezeichnete Kellerberg ist mit seinen 56 Metern Höhenunterschied die erste nicht einfach zu nehmende Hürde, nur 750 m nach dem Start auf dem Schmöllner Markt. Beim häufig wechselnden Seitenwind kann man sich keinen Schutz bei einem seiner Mitbegleiter suchen, denn es gibt keine beim Einzelzeitfahren. Der lang gezogene Hang von Sommeritz beziehungsweise der hinter Weißbach erforderten Stehvermögen und Kräfteeinteilung. Beim kurvigen Teil bei der Einfahrt zur Stadt bis zur elektronischen Zeitmessung hieß es, konzentriert fahren, um nicht zu Fall zu kommen oder zu viel Zeit zu verlieren.

Michael Reichardt und Thomas Schmalz vom SV „Werra 07“ Hildburghausen wussten die harten Bedingungen beim Einzelzeitfahren in Schmölln richtig einzuschätzen. Dafür wurde sich auf der Strecke warm gefahren, um alle Kurven und Abfahrten kennen zu lernen. Während Thomas bis zum Start weiter auf der Rolle fuhr, um warm zu bleiben, hat sich Michael, wie in den vergangenen Jahren, im Auto „warm gesessen“ – eine besondere Art der Rennvorbereitung. Punkt 11 Uhr wurden, in 30-Sekunden Abständen, 92 Radsportler auf die "hammerharte" Runde um die Knopfstadt Schmölln geschickt. Mit persönlichen Bestzeiten platzierten sich beide Hildburghäuser im Vorderfeld. Michael mit einer Fahrzeit von 32:01 Minuten und einem Schnitt von 35,04 km/h auf Platz 41 im Gesamtergebnis (Platz 10 in der Altersklasse) und Thomas mit 30:05 Minuten und einem Schnitt von 37,29 km/h auf Platz 25 (Platz 6 in der AK-Wertung).

"Wir sind auch 2014 wieder hier am Start“, so Thomas Schmalz nach seinem Zieleinlauf. „Eine Veranstaltung dieser Art, hervorragend organisiert, mit begeistertem Publikum und einem interessanten Rahmenprogramm lassen uns keine andere Wahl.“

Michael und Thomas möchten sich auf diesem Weg noch bei ihrem Vereinskameraden Thomas Kupfer recht herzlich bedanken, der seinen Transporter (siehe Bild) für die Fahrt zum Rennen zur Verfügung gestellt hat.

tsc

 

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