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Jena/Lützeroda_25.09.2011

Am Sonntag, 25. September, fand auf den Napoleonischen Schlachtfeldern vor den Toren von Jena die Schlacht um den Sieg auf dem Rennrad beim Napoleoncup statt. Traditionell traf sich dabei wieder die Mitteldeutsche Jedermann-Elite des Straßenradsports. Mit dabei die Radsportler Maik Hamann und Klaus Hoffmann (VHS Ramazzotti), Alexander Loos (RC RadlExpress Feucht) und Thomas Schmalz (SV „Werra 07“ Hildburghausen). Kurzerhand wurde ein Name für die Mannschaft kreiert und die Meldung als Team „Ramazzotti Express 07“ abgegeben. Aber was hat der Radsport mit Napoleon zu tun?

Am 14. Oktober vor 105 Jahren schlug Napoleon in der berühmten Doppelschlacht von Jena und Auerstedt die erst überraschten, dann zaudernden Preußen. Und bereits seit elf Jahren erinnert der Radsport-Club Jena immer Ende September mit dem "Napoleon-Cup", der auf dem einstigen Schlachtfeld bei Lützeroda ausgetragen wird, an dieses denkwürdige Ereignis, in dessen Folge Napoleon am 27. Oktober 1806 in Berlin einzog. Wie die Doppelschlacht wird der "Napoleon-Cup" als Doppel-Ereignis durchgeführt. Das Einzelzeitfahren über 6,6km am Vormittag und das Rundstreckenrennen über 40km am Nachmittag. Gefahren wurde traditionell auf der 3,3-km-Runde Lützeroda - Closewitz - Cospeda - Lützeroda. Besonderes Kennzeichen des Dreieck-Kurses ist die Senke unmittelbar kurz vor Start und Ziel. Hier besteht eine hervorragende Möglichkeit anzugreifen, da sich in der Abfahrt das Feld meist zu einer langen Perlenschnur auffädelt, und es in dem dahinter liegenden rund 500 Meter langen Anstieg lohnt, einen Ausreißversuch zu starten. Schon beim Einzelzeitfahren setzte sich die Mannschaft „Ramazzotti Express 07“ an die Spitze des Fahrerfeldes - Platz 1 für Maik, Platz 4 für Alexander, Platz 7 für Thomas und Platz 13 für Klaus. Mit einem passablen Vorsprung ging es in das Rundstreckenrennen am Nachmittag - 1:16 Minuten war zu verteidigen. Taktisch hatten sich alle Teammitglieder auf einen Ausreißversuch von Maik und Alexander vorbereitet. In Runde fünf war es soweit. Nachdem Klaus und Thomas die ersten Runden das Tempo hoch gehalten haben, kam der unerwartete Angriff für das Fahrerfeld in der Zielauffahrt. Kaum ein Fahrer konnte folgen und eine Spitzengruppe war gebildet. Maik und Alexander fuhren taktisch und trotz alledem Kräfte sparend. Klaus und Thomas behielten das Fahrerfeld im Blick, konterten erneuten Ausreißversuchen. Nach zwölf Runden war es geschafft. Die Zielankunft mit dem Kampf um die Platzierungen. Mit einem Doppelsieg von Maik und Alexander ging die Mannschaftstaktik sehr gut auf. Klaus und Thomas kamen mit dem Verfolgerfeld auf den Plätzen 12 und 14 ins Ziel. Glücklich über diesen Erfolg konnten alle die Siegerehrung und die „Glaspokale“ entgegen nehmen. In diesem Jahr bekam das beste Team drei Kasten Bier des Hauptsponsors als Geschenk – lecker! „Diese Mannschaft hat wiederum gezeigt, dass auch verschiedene Vereine miteinander fahren und kämpfen können“, so Thomas Schmalz nach dem Rennen. „Zudem entstehen so Freundschaften, die mit keinem Geld der Welt zu bezahlen sind.“

Thomas Schmalz

 

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